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Grand Hotel Gravenbruch: Übergabe an die Comer Group, Wiedereröffnung offen

Das Grand Hotel Gravenbruch in Neu-Isenburg hat einen neuen Eigentümer. Seit August lief es nur im Notbetrieb, einen Termin für den regulären Hotelbetrieb nennt noch niemand.

Foto von Morten WilhelmMorten Wilhelm3 Min. Lektüre

Das Grand Hotel Gravenbruch in Neu-Isenburg, gleich hinter der südlichen Stadtgrenze von Frankfurt, hat einen neuen Eigentümer. Insolvenzverwalter Joachim Kühne von der Kanzlei CMS hat das Haus nach eigener Mitteilung am 30. Oktober 2026 an die Comer Group International übergeben. Wann dort wieder regulär Gäste übernachten, steht noch nicht fest.

Was die Mitteilung sagt

Mit der Übergabe endet laut CMS die Suche nach einem Investor im Insolvenzverfahren der Allsco-Gesellschaften. Die Vorgeschichte fasst die Mitteilung knapp zusammen: Im August 2026 musste der Hotelbetrieb in den Notbetrieb gehen, weil gegen einen bisherigen Gesellschafter Sanktionen verhängt worden waren und die damit verbundenen Einschränkungen den normalen Betrieb nicht mehr zuließen. Die Insolvenzverwaltung suchte seither eine Lösung, die den sanktionsrechtlichen Vorgaben ebenso genügt wie den Interessen von Gläubigern und Beschäftigten.

Kühne spricht von einer tragfähigen Lösung, gefunden „unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen“. Über den Käufer schreibt CMS, die Comer-Gruppe sei seit 2006 in Deutschland etabliert und betreibe und besitze hier mehrere Hotels.

Der entscheidende Satz für Reisende steht am Schluss: Über die Pläne zur Wiederaufnahme des regulären Hotelbetriebs will der neue Eigentümer zu gegebener Zeit informieren. Ein Datum nennt die Mitteilung nicht, ebenso wenig einen Betreiber oder eine Marke.

Was offen bleibt

Mehrere Punkte, die in Fachmedien kursieren, stehen nicht in der Primärquelle und deshalb auch nicht hier: ein Kaufpreis, die Zahl der Zimmer und Beschäftigten, die Rolle der Genehmigungsbehörden und ein möglicher Termin für die Rückkehr der Gäste.

Auch die Frage nach der Marke ist offen. In unseren Frankfurter Vergleichen steht das Haus bisher als Hilton Frankfurt Gravenbruch. Die Mitteilung des Insolvenzverwalters nennt es durchgehend Grand Hotel Gravenbruch und erwähnt Hilton nicht. Ob Hilton das Haus weiter führt oder ob die Comer Group einen anderen Weg geht, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Hotelseite auf hilton.com wies unseren Abruf am 2. November ab, die eigene Website grandhotelgravenbruch.com zeigt an diesem Tag nur einen Wartungshinweis.

Was das für die Suiten heißt

Für die Suiten des Hauses gibt es derzeit keine belastbare Quelle. Schon beim Aufbau unseres Rankings der größten Hotel-Suite in Frankfurt im September war die Hotelseite nicht abrufbar, Gravenbruch steht dort deshalb unter den Häusern außerhalb der Rangliste. Dasselbe gilt für den Vergleich der größten Hotel-Suite in Deutschland.

Daran ändert die Übergabe vorerst nichts. Flächen und Kategorien übernehmen wir nur von der offiziellen Unterkunftsseite eines Hauses, nicht aus älteren Buchungsportalen oder Presseberichten. Sobald der neue Eigentümer eine Seite mit Zimmern und Suiten veröffentlicht, wird das Haus geprüft. Gravenbruch liegt außerhalb der Stadtgrenze und würde im Ranking deshalb wie das Falkenstein Grand in Königstein im Umland geführt, nicht in der Stadtwertung.

Frankfurt selbst ist in Bewegung. Das Taj Hessischer Hof trägt seit Juni den Namen der Marke Taj, das Roomers ParkView im Westend nennt acht Suiten-Kategorien, aber noch kein Eröffnungsdatum. Gravenbruch kommt nun dazu: ein Haus mit neuem Eigentümer, aber noch ohne genannten Betreiber, ohne Termin und ohne veröffentlichte Suiten.

Wir tragen nach, sobald die Comer Group sich zu den Plänen äußert oder das Haus wieder eine Unterkunftsseite zeigt.

Quellen

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