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News · Sofitel

SO/ Berlin Das Stue wird Sofitel: fünf Suiten-Kategorien am Tiergarten

Accor führt das Haus an der Drakestraße von SO/ zu Sofitel. Die Mitteilung nennt zwei Suiten mit Namen, die Hotelseite listet fünf Kategorien mit Flächen.

Foto von Morten WilhelmMorten Wilhelm4 Min. Lektüre

Accor hat am 23. September 2026 angekündigt, dass SO/ Berlin Das Stue im ersten Quartal 2027 als Sofitel Berlin Das Stue weitergeführt wird. Das Haus an der Drakestraße bleibt damit im Konzern, wechselt aber von der Lifestyle-Marke SO/ zur Luxusmarke Sofitel.

Die Mitteilung nennt 78 Zimmer und Suiten und beschreibt das Gebäude als denkmalgeschützten neoklassizistischen Bau, der ursprünglich die Königlich Dänische Botschaft beherbergte, am Rand des Tiergartens und mit Blick auf den Zoologischen Garten.

Zwei Suiten mit Namen, keine einzige mit Fläche

Zu den Suiten sagt Accor genau einen Satz: Das Haus werde 78 Zimmer und Suiten führen, darunter die Bel Etage Suite und die Penthouse Suite. Kein Quadratmeter, keine weitere Kategorie.

Die Seite des Hauses ist da auskunftsfreudiger. Sie listet zwei Zimmer- und fünf Suiten-Kategorien:

KategorieFläche
Stue Zimmer27 m²
Embassy Zimmer30 m²
Junior Suite45 bis 50 m²
Tiergarten Suite65 m²
Stue Suite70 m²
Penthouse Suite80 m², dazu 30 m² Terrasse
Bel Etage Suite110 m², dazu 80 m² Terrasse

Die beiden von Accor genannten Suiten sind also die beiden größten, und beide haben eine eigene Terrasse. Bei der Bel Etage Suite ist die Terrasse mit 80 Quadratmetern fast so groß wie die Penthouse Suite selbst, mit Blick auf die Gehege des Zoos.

Eine Kategorie hat den Markennamen schon abgelegt

Interessant ist eine Kategorie, die Accor gar nicht erwähnt. Die 65 Quadratmeter große Suite heißt auf der Hotelseite heute Tiergarten Suite, ihre Adresse lautet aber weiterhin das-stue.com/zimmer-suiten/so-suite/.

Im Namen der Kategorie steht der Markenname also nicht mehr, in der Adresse der Seite noch. Wie wenig Kategoriennamen über Größen aussagen und wie oft sie sich ändern, zeigt unsere Übersicht der Hotelzimmer-Kategorien.

Fast 400 m², aber nicht am Stück buchbar

Das Haus weist noch eine zweite Zahl aus: Die drei Stue Suiten, die Bel Etage Suite und der Bel Etage Salon lassen sich laut Hotelseite zu fast 400 Quadratmetern zusammenlegen.

Das ist eine Kombination, keine einzeln buchbare Suite, und zählt in unserem Ranking der größten Hotel-Suite in Berlin deshalb nicht mit. Dort wird das Feld von 285 Quadratmetern im Ritz-Carlton Penthouse angeführt, gefolgt von 280 im Waldorf Astoria und 240 im Hotel Palace. Mit 110 Quadratmetern bleibt die Bel Etage Suite klar darunter. Das Haus spielt in einer anderen Kategorie: 78 Schlüssel insgesamt, wo das Adlon allein 78 Suiten führt.

Was offen bleibt

Zum Umbau formuliert Accor geplante Maßnahmen, keine Zusagen: aufgewertete Gästezimmer, neue Betten und Textilien, aufgefrischte öffentliche Bereiche, neue Beschilderung, überarbeitete Flure und eine neu gedachte Lobby mit zusätzlichen künstlerischen Elementen.

Nicht in der Mitteilung stehen: ein Zeitplan für diese Arbeiten, eine Investitionssumme, die Frage, ob das Haus währenddessen geöffnet bleibt, und die für Suiten-Gäste entscheidende Frage, ob die fünf Kategorien und ihre Namen den Wechsel überstehen. Die Zahl 78 beschreibt den heutigen Bestand.

Vom Botschaftsbau zum Hotel

Die beiden Quellen datieren das Gebäude unterschiedlich. Accor spricht von einem Bau der 1930er Jahre, das Haus selbst schreibt, es sei als dänische Botschaft in Auftrag gegeben und während des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt worden. Als Architekt nennt die Hotelseite Emil Schaudt, der auch das KaDeWe entwarf.

Nach dem Auszug der Botschaft wechselte das Haus mehrfach den Besitzer, unter anderem an die Deutsche Telekom. 2009 begann der Umbau zum Hotel, den Accor den Axthelm Rolvien Architekten und der Designerin Patricia Urquiola zuschreibt, seit 2012 empfängt das Stue Gäste. Der Name ist dänisch und bedeutet Wohnzimmer. General Manager ist Zeèv Rosenberg.

Für Sofitel ist Berlin nach Angaben der Mitteilung ein Zugewinn in einer europäischen Hauptstadt, zusammen mit Sofitel Dublin im Jahr 2027. Maud Bailly, CEO von Sofitel, Sofitel Legend, MGallery und Emblems, wird mit dem Satz zitiert, das Haus verkörpere die Balance einer Stadt, die sich ständig neu erfinde und zugleich ihr Erbe bewahre.

Ob dieser Wechsel für Gäste mehr ist als ein neues Schild an der Drakestraße, entscheidet sich an den Zimmern. Genau dazu sagt die Mitteilung bisher am wenigsten.

Quellen

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