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Insider Atlas

Suite-Review · Milano

Excelsior Gallia: Mailands Suite mit 1.000 m²

Belle-Époque-Fassade an der Piazza Duca d'Aosta und eine Suite mit 1.000 m² im siebten Stock. Morten war im Mai 2026 im Haus, allerdings nicht in der Katara Royal Suite.

Foto von Morten WilhelmMorten Wilhelm16 Min. LektüreIm Haus zu Gast · 1. Mai 2026
Excelsior Gallia: Mailands Suite mit 1.000 m²

Excelsior Hotel Gallia, a Luxury Collection Hotel, Milan · Mailand, Italien

Wer nach Mailand kommt, um sich in Grand-Hotel-Rhetorik einzuquartieren und dabei als Marriott-Bonvoy-Mitglied Punkte sammeln oder einlösen will, landet fast zwingend hier: im Excelsior Hotel Gallia an der Piazza Duca d'Aosta, gegenüber der monumentalen Fassade der Milano Centrale. Dieses Portrait fokussiert die Katara Royal Suite (kurz Katara Suite) als Flaggschiff-Adresse des Hauses; die realistische Preisspanne bewegt sich im oberen Segment auf deutlich vierstellige Cash-Raten zu. Die Kernstärke ist die Verzahnung von Belle-Époque-Fassade, Marco-Piva-Neubau und der Zugehörigkeit zu Luxury Collection; die Kernschwäche ist die Adresse selbst, ein Verkehrsknoten mit Skyline-Business-District im Rücken, nicht die eleganteste Ecke der Stadt.

Die Lage: Piazza Duca d'Aosta

Die Adresse liest sich in Kurzform gut und in der Praxis ambivalent. Milano Centrale wickelt sechsstellige Passagierzahlen pro Tag ab (Grandi-Stazioni-Angaben nennen um die 320.000) und zählt neben Roma Termini zu den zwei größten Bahnhöfen Italiens; das Excelsior liegt an der Piazza Duca d'Aosta 9, direkt gegenüber der monumentalen Bahnhofsfassade von Ulisse Stacchini aus dem Jahr 1931. Wer per Zug aus Zürich (SBB/Trenitalia-EuroCity oder seit 2024 Frecciarossa), aus München mit dem DB/ÖBB-EuroCity oder aus Wien mit dem Nightjet anreist, steht buchstäblich fünf Gehminuten vor der Lobby. Wer den Malpensa Express nimmt, ist in 51 Minuten am Bahnhof und dann sofort im Haus.

Was das nicht bedeutet: Zentrum. Zum Duomo sind es zu Fuß rund 2,8 Kilometer oder etwa 35 Minuten, mit der M3 (gelbe Linie) ab Centrale rund acht bis zehn Minuten. Nach Brera etwa 2,4 Kilometer, ins Quadrilatero della Moda 2,1 Kilometer. Die Navigli sind mit der M2 (grüne Linie) bis Porta Genova in gut 13 Minuten erreichbar. Alles machbar, aber eben nicht vor der Tür.

Direkt hinter dem Hotel beginnt das neue Mailand: der Grattacielo Pirelli von Gio Ponti und Pier Luigi Nervi, dann Porta Nuova mit Piazza Gae Aulenti und dem Bosco Verticale von Stefano Boeri. Diese Business- und Skyline-Achse hat das Bahnhofsviertel seit den 2010ern spürbar aufgewertet. Der unmittelbare Vorplatz bleibt trotzdem, was er ist: ein Verkehrsknoten mit dichter Polizeipräsenz tagsüber und einem eher rauen Charakter nach Einbruch der Dunkelheit. Konkret heißt das: auf der Piazza Duca d'Aosta und den angrenzenden Straßen (Via Vitruvio, Via Napo Torriani) sammelt sich abends die Bahnhofs-Randszene; für Rückwege nach 21 Uhr sind Taxi oder der komplimentäre Hotel-Shuttle, der tagsüber und abends zwischen Piazza della Scala und Excelsior verkehrt, die entspanntere Wahl.

Das Haus: 1932er Fassade, Marco-Piva-Layer

Das Excelsior Gallia wurde 1927 fertiggestellt und am 29. Februar 1932 offiziell eröffnet. Die Verzögerung entstand, weil die gegenüberliegende Milano Centrale nicht rechtzeitig zum ursprünglich gemeinsam geplanten Eröffnungstermin fertig wurde. Architekten waren Giuseppe Laveni und Aldo Avati, Namensgeber der Hotelier Carlo Gallia, der zuvor 15 Jahre europäisches Grand-Hotel-Handwerk in London, Paris, Berlin und Monte Carlo gelernt hatte. Die Fassade folgt dem italienischen Liberty-Stil, verwandt mit dem Art Nouveau und hier gern als Belle Époque vermarktet; sie steht als geschütztes Ensemble unter Aufsicht der Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio für Mailand.

2006 erwarb die Qatar Investment Authority das Gebäude für über 100 Millionen Euro. Heute liegt das Eigentum bei Katara Hospitality, dem Hospitality-Arm des katarischen Staatsfonds. Betreiber ist Marriott mit dem Haus in der Luxury Collection. Die Restaurierung übernahm ab 2010 Studio Marco Piva aus Mailand, mit einem gestaffelten Reopening: ein Soft Opening im Dezember 2014, das eigentliche Grand Opening als Luxury-Collection-Haus im Mai 2015, wenige Wochen nach dem Start der Expo Milano.

Piva hat dabei nicht historisierend restauriert. Er hat die Zwei-Bauten-Strategie zur Erzählung gemacht: vollständig zurückgeführte Belle-Époque-Fassade auf der einen Seite, ein neuer Flügel mit einer Fassade aus Stahl und Glas auf der anderen. Materialpalette drinnen: brauner antiker Granit mit Silber-Einschlüssen auf rund 3000 Quadratmetern Lobby-Fläche, bronzierter Stahl, Aluminium, Marmor. Signature-Piece ist ein 30 Meter hoher Murano-Kronleuchter der Manufaktur De Majo mit 180 Lichtzylindern, der das achtgeschossige Treppenhaus vertikal durchmisst. Rund 500 kuratierte Kunstwerke ziehen sich durch das Haus. Möblierung: Poltrona Frau in den Zimmern, Cassina in Zimmern und Korridoren, B&B Italia in den öffentlichen Bereichen, Luceplan als Signature-Licht.

Portfolio-strategisch steht das Haus in der Luxury Collection neben dem Gritti Palace in Venedig und den drei Sardinien-Adressen an der Costa Smeralda: Cala di Volpe, Pitrizza und Romazzino. Das Danieli, lange ebenfalls Teil der Marke, hat im Juli 2026 als Four Seasons wiedereröffnet. Beim Grand Opening war es Teil der Kampagne der Marke, ikonische europäische Häuser aufwendig zurückzuführen und im Portfolio zu positionieren.

Die Suiten

Das Excelsior Gallia hat 235 Keys insgesamt, davon 53 Suiten in sechs Kategorien. Das Suiten-Portfolio ist bewusst als Aufstieg gedacht, vom themenorientierten Einstieg bis zum Flaggschiff.

  • Executive Suite, Suite-Einstieg im Haus, in zwei Ausrichtungen belegt: eine Fitness-Variante mit Technogym-Standrad, Ausrichtung Richtung Piazza (Stadtblick), und eine Wellness-Variante mit Dampfdusche samt Chromotherapie und Ausrichtung Richtung ruhigem Innenhof. Zielgruppe sind Business- und Leisure-Reisende, die eine Suite ohne die Rhetorik der Signature- oder Panoramic-Kategorien suchen.
  • Atelier Suite, Ein-Schlafzimmer-Suite im Bestandsbau, als Kunstgalerie konzipiert mit gezieltem Einsatz von Licht und Farbe und eigenständiger Bild- und Objekt-Kuratierung. Marmorbad mit Regen- oder Dampfdusche, Ausrichtung wahlweise Innenhof (ruhiger) oder Piazza-Seite (lauter, aber mit Bahnhofsfassaden-Blick), keine Terrasse. Für Gäste, die das Design-Statement wichtiger nehmen als die Aussicht.
  • Panoramic Suite, Zwei-Schlafzimmer-Suiten in exponierter Ecklage im neuen Piva-Flügel, mit bodentiefen Fenstern auf Skyline und Landmarks Richtung Porta Nuova und Grattacielo Pirelli. Marmorbäder mit freistehender Wanne und separater Regendusche, keine private Terrasse. Erste Wahl für Familien oder Paare, die den Weitblick über das nördliche Zentrum als Kernmotiv wollen und den zeitgenössischen Piva-Flügel dem historischen Bau vorziehen.
  • Signature Suite, die kuratierteste Kategorie unterhalb der Flaggschiffe. Ausrichtung mehrheitlich im neuen Piva-Flügel mit bodentiefen Fenstern zur Skyline oder Piazza, Marmorbad mit freistehender Wanne und separater Regendusche, in der Dreier-Schlafzimmer-Variante mit Loggia zur Piazza. Möblierung von B&B Italia, Cassina, Fendi Casa und Flos, mit expliziten Referenzen an Gio Ponti, Achille Castiglioni und andere Milaneser Design-Größen. Empfehlung für Design-affine Gäste, für die die Autorenschaft der Innenausstattung Teil des Aufenthalts ist.
  • Gallia Presidential Suite, 160 Quadratmeter, ein Schlafzimmer, fünfter Stock. Übergroße Fenster mit Blick auf die Piazza Duca d'Aosta und den Bahnhof, eine großzügige Loggia, rote Ledersofas, zwei Bäder mit oversize-Wanne, separater Dusche, Bidet und Double Vanities. Diese Suite inszeniert den Bahnhofsblick nicht als Nachteil, sondern als Signature-Motiv; empfohlen für Paare, die die 1932er-DNA als zentrales Aufenthaltsmotiv wollen.
  • Katara Royal Suite, 1000 Quadratmeter, vier Schlafzimmer, siebter Stock, zwei Terrassen. Das Flaggschiff des Hauses, dazu weiter unten mehr.

Die konkreten Quadratmeter-Werte für Executive, Atelier, Panoramic und Signature Suites liegen im Property-Katalog nicht durchgängig standardisiert vor; wer die Zahlen als Buchungskriterium braucht, klärt sie vorab direkt am Reservierungsdesk des Hotels. Die redaktionelle Empfehlung: Design-affine Gäste priorisieren die Signature-Kategorie, Weitblick-Gäste die Panoramic, Gäste mit klarer Historik-Präferenz die Presidential-Kategorie.

Die Katara Royal Suite im Portrait

Die Katara Royal Suite ist der programmatische Höhepunkt des Hauses. Sie belegt eine komplette Etage im siebten Stock, hat einen eigenen Aufzug und einen diskreten Privateingang (in der Property-Kommunikation als "diplomatic entrance" geführt). Das marmorverkleidete Wohnzimmer ist mit B&B Italia bestückt, funkelnde Murano-Glasleuchter, schallgedämpfte Fenster, chromatisches Licht, große Spiegel; Bademäntel und Slippers sind Teil des Standards. Zwei Terrassen strukturieren die Fläche: eine mit einem flexiblen Dining-Setup und Panoramablick, eine zweite mit 250 Quadratmetern als Solarium mit Pagoden-Spa, Whirlpool und chromotherapeutischer Dampfdusche. Die Suite gilt als eine der größten Suiten Europas und wird in italienischen Rankings als eine der größten des Landes geführt. Wegen des Whirlpools im Spa-Pavillon ist die Suite auch im Vergleich Suite mit Whirlpool aufgeführt, im Größenvergleich steht sie im Ranking der größten Suite in Mailand.

Für wen: das ist keine Suite für eine Wochenend-Auszeit zu zweit. Vier Schlafzimmer, dedizierter Aufzug, Solarium-Terrasse, dieses Format lohnt sich für Familien, Reisegruppen oder länger geplante Aufenthalte mit dedizierter Bewirtung. Als Statement-Adresse für einen Auftritt in Mailand ist sie prädestiniert; als Zwei-Personen-Suite wäre sie überdimensioniert.

Zimmer als Kontext

Für Klarheit: Basiskategorien starten unterhalb der Suiten mit den regulären Zimmer-Kategorien, die je nach Ausrichtung und Größe deutlich variieren; die 90-Quadratmeter-Deluxe-Room-Kategorie mit Ausrichtung Duomo (Bezeichnung "Duomo 1") ist die großzügigste Nicht-Suite und schließt die Lücke zur Suite-Kollektion nach oben. Wer die Marke Luxury Collection kennenlernen und die Suiten-Rhetorik nicht mitkaufen will, findet hier den soliden Zugang; auch diese Kategorien halten das Piva-Materialkonzept mit brauntönigem Granit, bronziertem Stahl und Marmor konsequent durch, was sich im Materialkanon der öffentlichen Bereiche und im Presse- und Property-Bildarchiv nachvollziehen lässt.

Küche und Wellness

Das kulinarische Setup bespielt zwei Adressen. Das Gallia Restaurant im Erdgeschoss bringt das Frühstück und die italienische Küche des Hauses; die Terrazza Gallia auf der siebten Etage ist der Signature-Ort, mit Rooftop-Aussicht auf Bahnhofsfassade, Pirellone und Porta-Nuova-Skyline. Die Küche wird von den Brüdern Vincenzo und Antonio Lebano geführt, unter beratender Ägide der Cerea-Familie vom Drei-Sterne-Haus Da Vittorio in Brusaporto bei Bergamo. Die Cereas sind Consultants, nicht Betreiber; diese Konstellation ist im italienischen Grand-Hotel-Segment üblich und markiert das Ambition-Level klar oberhalb einer Hotel-Küche im engeren Sinn. Auszeichnungen: zwei Gabeln im Gambero-Rosso-Guide Ristoranti d'Italia 2024 und 2025, "Best Breakfast 2025 / La Dispensa Award" im 50-Top-Italy-Guide. Der Weinkeller führt über 300 italienische Positionen; ein Chef's Table mit zwölf Plätzen ist buchbar.

Das Frühstück ist vor Ort das eigentliche Highlight des kulinarischen Angebots. Sala Gallia, made-to-order Eierspeisen und Omelettes am Tisch, hausgemachte Säfte und Smoothies, geräucherte Fische und Aufschnitt, Patisserie, ein Signature-"Epicurean Breakfast"-Menü mit lokalen Produkten. Für Bonvoy-Elites ab Platinum ist es je nach Status kostenlos; für Gäste ohne Elite-Layer kommt es gegen Aufpreis dazu.

Der Wellness-Bereich firmiert als Gallia Health Club and Shiseido Spa Milan und war bei Eröffnung die erste Shiseido-Spa-Adresse Italiens. Er erstreckt sich über rund 1000 Quadratmeter auf der sechsten und siebten Etage, mit panoramischem Rooftop-Pool und Jacuzzi auf der siebten. Der Pool ist kompakt, kein Destination-Spa; als Ergänzung nach einem intensiven Stadt-Tag oder einer Vormittags-Runde in der Nachbarschaft Porta Nuova funktioniert er in dieser Größenordnung sehr gut.

Was du im Voraus wissen solltest

Vier Punkte, die Buchungsentscheidung und Erwartung sauber halten.

Bonvoy-Punkte sind eine Option. Marriott arbeitet seit 2022 mit dynamischer Preisbildung ohne festen Award Chart, die Punktepreise für das Gallia schwanken entsprechend mit der Nachfrage. In den Fenstern von Salone del Mobile, Milano Fashion Week und Milano Design Week liegen die Preise spürbar höher als außerhalb dieser Zeiträume.

Milano-Centrale-Lage ist praktisch, nicht prestigereich. Die Adresse gegenüber dem Hauptbahnhof ist für Anreise, Malpensa-Shuttle und Business im Porta-Nuova-Korridor herausragend. Sie ist nicht Brera, nicht Quadrilatero, nicht Cinque Vie. Wer den Aufenthalt primär als spazierbare Zentrums-Erfahrung sucht und den Bahnhofsblick nicht als Motiv liest, sollte den Hotel-Shuttle als Standard einplanen oder eine der Zentrums-Alternativen weiter unten prüfen.

Reisebüro-Programme. Einige Reiseberater buchen Häuser dieser Kategorie über eigene Partnerprogramme mit Zusatzleistungen; diese gelten dann nur über den jeweiligen Berater.

Elite-Status bei Bonvoy. Der Bonvoy-Elite-Status des Gastes kann je nach Stufe Vorteile wie Frühstück, Late Check-out oder Upgrade-Priorität eröffnen. Ohne Status oder bei einer reinen Punkte-Buchung gelten diese Vorteile nicht automatisch, das sollte vor der Buchung eingeplant werden.

Buchen

Die Standard-Empfehlung ist die Direktbuchung beim Hotel, auf der Website oder über die Reservierung des Hauses. Bonvoy-Mitglieder können bei Direktbuchung Punkte sammeln und für Aufenthalte einlösen; das Gallia lässt sich sowohl auf Cash-Rate als auch auf Punkten buchen.

Alternativen in Mailand

Das Gallia ist die Bonvoy-Adresse in Mailand, keine der vier klassischen Zentrums-Ikonen. Wer die Marke Luxury Collection zugunsten einer anderen Programm- oder Design-Sprache verlässt, kommt sinnvollerweise bei diesen Häusern raus.

Bulgari Hotel Milano an der Via privata Fratelli Gabba 7b, mitten im Quadrilatero della Moda, seit 2004 das erste Haus der Bulgari-Kollektion. Design von Antonio Citterio Patricia Viel: schwarzer Zimbabwe-Marmor, Burma-Teak, gebleichte Eiche, dazu ein 4000 Quadratmeter großer Privatgarten als eigentliches Signature-Motiv. 58 Zimmer und Suiten, buchbar direkt beim Haus. Preisniveau ab rund 1100 bis 1300 Euro außerhalb der Peak-Wochen. Für Gäste, die die Zentrums-Adresse und die Design-Ruhe der Privatstraße priorisieren.

Four Seasons Hotel Milano in der Via Gesù 6/8, seit 1993 in einem restaurierten Kloster aus dem 15. Jahrhundert. Renaissance-Fresken, Säulen, Gewölbedecken, eine ovale Spindeltreppe, die Klosterarchitektur trägt das Haus. 118 Schlüssel, 68 Guest Rooms und 50 Suiten, buchbar direkt beim Haus. Preisniveau ab etwa 1200 bis 1500 Euro außerhalb der Peak-Wochen. Für Gäste, die die klare heritage-Referenz und den Four-Seasons-Betriebston wollen.

Mandarin Oriental, Milan in der Via Andegari 9, in vier restaurierten Palazzi aus dem 18. Jahrhundert. 104 Zimmer, davon 34 Suiten; ein Teil der Suiten mit Privatterrasse. Das hauseigene Fans-of-M.O.-Programm ist eine kostenlose Direktbucher-Loyalty; qualifizierende Raten bringen ausgewählte Zusatzleistungen. Preisniveau typischerweise zwischen 1300 und 1600 Euro außerhalb der Peak-Wochen, in Salone- und Fashion-Week-Fenstern zwei- bis dreifach. Für Gäste, die Palazzo-Ruhe im Zentrum und das Michelin-Restaurant Seta als Motiv wollen.

Park Hyatt Milano in der Via Tommaso Grossi 1, direkt an der Galleria Vittorio Emanuele II und am Duomo. Innenarchitektur von Ed Tuttle in einem Palazzo aus dem 19. Jahrhundert, rund hundert Zimmer und knapp 30 Suiten. Für die deutsche Punkte-Sammler-Community ist das Park Hyatt Milano die andere Programm-Adresse der Stadt, buchbar über World of Hyatt oder direkt. Cash-Preisniveau ab etwa 1400 bis 1700 Euro, in Peak-Wochen deutlich darüber. Für Gäste, die Hyatt-Punkte sammeln oder die Zentrums-Adresse am Duomo dem Bahnhofsviertel vorziehen.

Häufige Fragen

Wie kommt man vom Flughafen zum Excelsior Gallia Milano?

Vom Flughafen Malpensa fährt der Malpensa Express direkt zur Milano Centrale, Fahrzeit rund 51 Minuten im 30-Minuten-Takt; vom Bahnhof aus sind es zu Fuß rund fünf Minuten über die Piazza Duca d'Aosta bis zur Lobby. Vom Flughafen Linate ist der schnellste Weg die Metro M4 bis San Babila und dann M3 bis Milano Centrale, insgesamt etwa 30 bis 35 Minuten. Taxi ab Malpensa liegt bei rund 110 Euro Festpreis, ab Linate typischerweise deutlich darunter. Direktflüge nach Malpensa (MXP) und Linate (LIN) gibt es aus dem DACH-Raum ganzjährig mehrfach täglich ab München, Frankfurt, Wien und Zürich (Lufthansa, ITA Airways, SWISS, Austrian; Eurowings ab Köln/Bonn, Düsseldorf und Hamburg). Für Business-Reisende ist Linate wegen kürzerer Fahrzeit und M4-Anbindung meist erste Wahl; Malpensa ist bei Umsteigern und Star-Alliance-Lounges (Terminal 1) attraktiver.

Welche Suite hat den besten Duomo-Blick?

Die Panoramic Suites im neuen Flügel und die Katara Royal Suite im siebten Stock haben die stärkste Aussicht in Richtung Skyline und Landmarks; ob konkret der Duomo im Sichtfeld liegt, hängt an der jeweiligen Zimmernummer und Ausrichtung. Der Signature-Bahnhofsblick auf die Piazza Duca d'Aosta ist Kernmotiv der Gallia Presidential Suite im fünften Stock, sie schaut nicht Richtung Duomo, sondern Richtung Stacchini-Fassade.

Ist das Excelsior Gallia in der Nähe des Duomo?

Das Hotel liegt an der Piazza Duca d'Aosta gegenüber der Milano Centrale, nicht direkt am Duomo. Zu Fuß sind es rund 2,8 Kilometer oder etwa 35 Minuten, mit der M3 (gelbe Linie) ab Milano Centrale rund acht bis zehn Minuten Fahrzeit bis zur Station Duomo. Der hoteleigene Shuttle-Service verkehrt tagsüber und abends komplimentär zwischen Excelsior und Piazza della Scala.

Was ist die größte Suite im Excelsior Gallia?

Die Katara Royal Suite im siebten Stock. 1000 Quadratmeter, vier Schlafzimmer, zwei Terrassen, eigener Aufzug, diskreter Privateingang, privater Spa-Bereich mit Whirlpool und chromotherapeutischer Dampfdusche. Sie gilt als eine der größten Suiten Europas und zählt zu den größten in Italien.

Ist das Frühstück im Excelsior Gallia im Zimmerpreis enthalten?

Bei Standard-Bar-Buchungen ist das Frühstück nicht enthalten. Bonvoy-Elite-Mitglieder erhalten es je nach Status teilweise inklusive, ansonsten ist es gegen Aufpreis buchbar.

Fazit, würde ich wiederkommen?

Ja, für zwei konkrete Anlässe. Erstens: als Bonvoy-Adresse in Mailand ohne echte Konkurrenz im eigenen Portfolio; kein anderes Luxury-Collection- oder Ritz-Carlton-Haus in der Stadt spielt in dieser Klasse. Wer Punkte hat und Mailand als Stopover, Business-Termin oder Design-Woche einplant, findet hier den ehrlichsten Gegenwert. Zweitens: als Frühstücks- und Rooftop-Adresse, unabhängig vom Zimmer, Sala Gallia und Terrazza Gallia sind eigenständig einen Aufenthalt wert. Für ein romantisches Zentrums-Wochenende zu zweit ohne Programm-Layer würde ich das Bulgari oder das Mandarin Oriental vorziehen; für einen Aufenthalt, in dem die Anreise per Zug und ein Programm-Overlay Teil der Rechnung sind, bleibt das Gallia die erste Adresse.

Preise und Anreise

Cash-Raten bewegen sich für Standardnächte regelmäßig ab rund 700 Euro pro Nacht, in den Signature- und Presidential-Kategorien deutlich darüber; in den Wochen von Salone del Mobile, Milano Fashion Week und Milano Design Week verdoppeln sich diese Werte routinemäßig. Bonvoy-Punktepreise sind seit 2022 dynamisch und liegen in Peak-Fenstern deutlich über dem Niveau außerhalb dieser Wochen.

Adresse: Piazza Duca d'Aosta 9, 20124 Milano, Italien. Anreise aus dem DACH-Raum entweder direkt per Zug (Frecciarossa aus Zürich seit 2024 oder klassisch SBB/Trenitalia-EuroCity, DB/ÖBB-EuroCity aus München, Nightjet aus Wien nach Milano Centrale, Fußweg unter fünf Minuten) oder per Direktflug nach Malpensa mit anschließendem Malpensa Express (rund 51 Minuten). Vom Flughafen Linate führt die M4 nach San Babila mit Umstieg auf die M3 bis Milano Centrale in insgesamt etwa 30 bis 35 Minuten.

Quellen

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