Suiten-Guide · Hamburg
The Fontenay Hamburg
Klaus-Michael Kühnes 2018 eröffnetes Alster-Grand-Hotel mit Jan-Störmer-Architektur, acht Suiten-Kategorien bis 200 m², Lakeside auf zwei Michelin-Sternen unter Julian Stowasser und drei parallel gelisteten Buchungsprogrammen.

The Fontenay · Hamburg, Deutschland
| Adresse | Fontenay 10, 20354 Hamburg-Rotherbaum |
|---|---|
| Kapazität | 131 Zimmer und Suiten, 5-Sterne-Superior |
| Eröffnung | 19. März 2018 (Grundsteinlegung 14. August 2014) |
| Architektur | Jan Störmer, drei sich überlappende Kreise, 27 m hohes Atrium |
| Suiten-Spektrum | Executive 65 m² bis Fontenay 200 m² (acht Kategorien) |
| Küche | Lakeside (2 Michelin-Sterne seit April 2023, Julian Stowasser) |
| Spa | Fontenay Spa (1.000 m², sechste Etage, 20 m Indoor-Outdoor-Pool) |
| Parken | Tiefgarage im Haus, rund 35 EUR pro Tag, Valet-Service |
| Programme | Leading Hotels of the World · Amex Fine Hotels + Resorts · Virtuoso |
An der südwestlichen Uferlinie der Außenalster, dort wo die Straße Fontenay den Bogen vom Harvestehuder Weg zur Rothenbaumchaussee schlägt, steht seit 2018 ein Grand-Hotel, das aus einer bewusst gebogenen Fassade heraus auf die Alster blickt. The Fontenay ist kein Ableger einer internationalen Kette und keine Weiterführung eines historischen Hauses, sondern ein Neubau, von Klaus-Michael Kühne finanziert, vom Hamburger Architekten Jan Störmer als organische Skulptur gedacht, seit der offiziellen Eröffnung am 19. März 2018 in Betrieb. Wer in Hamburg ein Grand-Hotel mit direktem Alster-Bezug sucht, landet fast zwangsläufig hier oder gegenüber im Vier Jahreszeiten. Und wer eine Suite bucht, entscheidet zwischen acht Kategorien und drei Buchungswegen.
Warum dieses Haus
Das Fontenay ist die einzige Adresse in Hamburg, die drei zentrale Premium-Programme parallel bedient, Leading Hotels of the World, Amex Fine Hotels + Resorts und Virtuoso. Das ist strukturell selten in Deutschland: Selbst in München oder Berlin gibt es kein Haus, das diese drei Programme gleichzeitig führt. Für Reisende mit Amex Platinum wird das Fontenay damit zu einem der wenigen deutschen Häuser, in denen sich der garantierte 16-Uhr-Late-Check-out und ein 100-USD-Property-Credit an einer Adresse mit ernsthaftem Michelin-Programm einlösen lassen.
Die zweite Ebene ist die Architektur. Jan Störmers Entwurf beruht auf drei sich überlappenden Kreisen, die im Grundriss aufeinandertreffen und dazwischen ein 27 Meter hohes, oben verglastes Atrium bilden. Die Fassade schwingt entsprechend gebogen, die Fenster wurden dazu einzeln geformt. Das Ergebnis ist eine Skulptur, die im Hamburger Stadtbild nicht mit anderen Hotel-Neubauten verwechselt werden kann und die aus jeder Suite eine spezifische Blick-Situation macht, keine zwei Suiten schauen im selben Winkel auf die Alster.
Die dritte Ebene ist der historische Kontext des Grundstücks. Auf demselben Areal stand bis 2013 das InterContinental Hamburg, ein Kettenhotel der 1970er-Jahre, das nach der Insolvenz abgerissen wurde. Klaus-Michael Kühne bezahlte rund zwanzig Millionen Euro für die Fläche und ließ dann fünf Jahre bauen. Das Fontenay steht damit für einen bewussten Neuanfang der Hamburger Grand-Hotellerie an der Außenalster, nicht als Anleihe an das InterContinental, sondern als Gegenentwurf.
Die Lage
Die Anschrift lautet Fontenay 10, 20354 Hamburg-Rotherbaum. Anders als die klassischen Grand-Hotels am Neuen Jungfernstieg liegt das Haus nicht an der Binnen-, sondern an der Außenalster. Das ist ein wesentlicher Unterschied: Die Außenalster ist die weite, offene Wasserfläche mit Segelbetrieb, die Binnenalster die städtische Bühne mit Rathausblick und Alsterarkaden. Aus einer Fontenay-Suite blickt man auf das offene Wasser und in Richtung Uhlenhorst, nicht auf den Jungfernstieg.
Die Straße Fontenay, die dem Haus den Namen gab, geht zurück auf den Schiffsmakler John Fontenay, der 1816 hier Grund erwarb. Wer die Hamburger Innenstadt zu Fuß erleben will, geht rund fünfzehn bis zwanzig Minuten am Ufer entlang zum Neuen Jungfernstieg. Die U1 hält am Stephansplatz, fünf Gehminuten vom Haus, und verbindet direkt mit Jungfernstieg, Hauptbahnhof und Hbf-Süd.
Die Anreise mit dem Auto erfolgt am komfortabelsten über die Kennedybrücke; ab dort ist der Weg zum Haus entspannt. Der Bahnhof Dammtor liegt sechs Gehminuten südlich und ist der praktischste ICE-Halt für einen Fontenay-Aufenthalt. Der Flughafen Hamburg ist in rund 25 Autominuten erreichbar. Für Fahrzeuge steht eine hauseigene Tiefgarage zur Verfügung, die Übernachtungspauschale liegt bei rund 35 EUR pro Fahrzeug und Tag, Valet-Service übernimmt an der Vorfahrt.
Das Haus im Detail
Der eigentliche Innenraum-Coup ist das Atrium, die zentrale Lobby-Lounge mit einer Raumhöhe von 27 Metern und einer sechs Meter hohen Lichtinstallation des niederländischen Lichtkünstlers William Brand von Brand van Egmond. Das Atrium ist zugleich Empfang, Aufenthaltsbereich und Bar-Terrasse, die architektonische Signatur des Hauses, an der jeder Gast mehrfach am Tag vorbeikommt. Die drei Kreis-Volumen enthalten je einen der drei Wohn-Türme, die sich zur Alster hin öffnen.
Das Haus führt in Summe 131 Zimmer und Suiten auf sechs Wohn-Etagen plus dem obersten Fine-Dining-Level. Die Klassifikation ist 5 Sterne Superior. Die Innenarchitektur stammt vom Studio Manuel Aires Mateus mit einer bewusst ruhigen, hellen Palette aus Naturstein, Massivholz und cremefarbenen Textilien, kein Marmor-Overload, kein Gold, keine Belle-Époque-Anleihen. Wer auf klassisches Grand-Hotel-Dekor Wert legt, findet die Sprache im Fontenay bewusst zurückhaltend; wer die schlichtere, skandinavisch geprägte Handschrift bevorzugt, ist am richtigen Ort.
Die Suite-Kategorien im Detail
Anders als Häuser, die den Suite-Begriff großzügig verwenden, zieht das Fontenay eine klare Linie: Rooms sind Zimmer, Suites sind Suiten. Die Zimmerkategorien beginnen bei der Classic Room mit 28 m², führen über die Deluxe Room und Premier Room mit je 43 m² und den Deluxe Alster Room (43 m² plus 5 m² Alster-Balkon) auf der 4. und 5. Etage. Die eigentliche Suite-Hierarchie beginnt bei 65 m² und teilt sich in acht Kategorien auf, deren Charakter sich deutlich unterscheidet.
Executive Suite, rund 65 m²
Der Suite-Einstieg des Hauses. Separater Schlaf- und Wohnbereich, Esstisch für vier Personen, begehbarer Kleiderschrank mit ganzflächigem Spiegel, Bad mit Regendusche, Badewanne und Doppelwaschbecken. Ein Balkon öffnet zur Rotherbaum-Seite hin, nicht zur Alster. Der Sweet Spot für Paare, die die getrennten Zonen wollen, keinen zwingenden Bedarf an Alster-Blick haben und wirtschaftlich zwischen 65 und 75 m² Suiten-Fläche bleiben möchten.
Europa Suite, 72 m²
Konzeptuell inspiriert vom Interior eines Ozeandampfers, mit dunkleren Holzflächen, maritim geprägten Textilien und einem separaten Salon-Bereich. Eine Signature-Kategorie mit eigenem Charakter, die für Reisende reizvoll ist, die die schlichtere Handschrift der Standard-Suiten hinter sich lassen und eine bewusst gestaltete Zweitkategorie mit maritimem Thema wollen, passend zum Standort an der Alster.
Premier Suite, 75 m²
Ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer, beide mit Parkettboden, klarem Wohn-Charakter und in der Regel als Alster-nahe Ausrichtung buchbar. Die etwas geräumigere Alternative zur Executive Suite für Reisende, die die Aufenthalts-Situation im Wohnbereich priorisieren und aus dem Fenster den Blick auf das offene Wasser haben möchten, ohne in die 85-plus-m²-Preisklasse zu wechseln.
Senator Suite, 85 m²
Auf der 4. Etage, mit Wohnzimmer und separatem Schlafzimmer, Alster-Blick nach Osten. Die Kategorie ist eine Empfehlung für Business-Aufenthalte mit repräsentativer Komponente, der Wohnbereich lässt sich für kleine Meetings nutzen, ohne dass die Schlafzone sichtbar wird. Namensgeber ist der leicht formalere, dunkler eingefärbte Ton der Innenarchitektur.
Panorama Suite, 95 m²
Auf der 4. und 5. Etage. Separates Wohnzimmer und Schlafzimmer, Alster-Blick über beide Zonen. Die eigentliche Sweet-Spot-Kategorie für Reisende, die den vollen Signature-Blick wollen und nicht bis zur Fontenay Suite hochgehen, deutlich unter dem Preisniveau der Alster Suite, aber mit der vollen Verglasung zur Alster hin. In vielen Wochenendaufenthalten die pragmatische Wahl.
2-Bedroom Park Suite, 120 m²
Auf der 2. Etage, mit Wohnzimmer, zwei Schlafzimmern und vollständig ausgestatteter Küche. Der Blick geht Richtung Park und Rotherbaum, nicht direkt auf die Alster. Für Familien mit zwei Kindern oder Reisende mit erwachsener Begleitung, die die günstigere Park-Ausrichtung mitnehmen und dafür eine niedrigere Etage akzeptieren. Der Preis liegt deutlich unter der Alster Suite bei vergleichbarer Fläche.
Alster Suite, 180 m²
Auf der 4. Etage, mit zwei Schlafzimmern und Extralang-Betten, großzügigem Wohnzimmer und Essbereich mit Tisch für zehn Personen, vollständig ausgestatteter Küche, und einem Konzertflügel im Wohnbereich, der die Suite für kleine Empfänge mit Live-Musik prädestiniert. Namensgeber ist der uneingeschränkte Alster-Blick über die Etage. Für Paare mit erwachsener Familie oder Reisebegleitung sowie für Business-Aufenthalte mit Empfangs-Komponente ist die Alster Suite die pragmatische Signature-Wahl unterhalb der Fontenay Suite.
Fontenay Suite, 200 m²
Auf der 5. Etage, der höchsten Wohn-Ebene. Panorama-Blick über Alster und Innenstadt, zwei getrennte Schlafzimmer mit Extralang-Betten, ein großer Ankleide-Bereich, ein Studio- beziehungsweise Arbeitsbereich, Esszimmer mit Tisch für zehn, vollständig ausgestattete Küche, Gäste-WC und zwei große Balkone zur Alster hin. Zusätzlich enthält die Suite eine private Spa-Zone mit Doppel-Wasserbett, Whirlpool, Sauna, Dampfbad und TV-Lounge. Die kompromissloseste Kategorie im Haus und der eigentliche Grund, warum das Fontenay in Hamburg als Signature-Adresse gilt, vergleichbar in der Wirkung mit der größten Hotel-Suite in Deutschland.
Suite-Wahl nach Anlass
- Wochenend-Anreise zu zweit, erstes Fontenay: Executive Suite (65 m²), zwei Zonen, sauber getrennt, wirtschaftlich sinnvoll.
- Wiederholung mit Fokus auf Wohnaufenthalt und Alster-Blick: Premier Suite (75 m²) oder Panorama Suite (95 m²).
- Business-Anreise mit Empfangs-Komponente: Senator Suite (85 m²), repräsentabler Wohnbereich, formalerer Ton.
- Familie oder Reisebegleitung, günstigerer Park-Blick: 2-Bedroom Park Suite (120 m²), zwei Schlafzimmer, Küche, 2. Etage.
- Anreise mit erwachsener Familie oder Reisebegleitung, Alster-Blick: Alster Suite (180 m²), zwei Schlafzimmer, Küche, Essbereich für zehn, Konzertflügel.
- Signature-Anlass, Jubiläum, Ganz-oder-gar-nicht: Fontenay Suite (200 m²), Panoramablick, oberste Wohn-Ebene, private Spa-Zone.
Küche und Kulinarik
Das Fine-Dining-Restaurant Lakeside liegt auf der siebten Etage, direkt unter dem Spa-Level, mit bodentiefer Panorama-Verglasung zur Alster und über die Innenstadt. Chef ist Julian Stowasser, der Küchenstil ist zeitgemäß-nordisch mit europäischen Anleihen und einer bewussten Reduktion auf die Zutat. Gehalten werden aktuell zwei Michelin-Sterne: den ersten Stern holte das Lakeside im März 2021, den zweiten im April 2023, beide unter Stowasser. Serviert wird ein sieben-Gang-Set-Menü mit klarer Handschrift, gelegentlich ergänzt um Signature-Elemente wie Kaisergranat von den Färöer-Inseln mit Piel-de-Sapo-Melonen-Sauce.
Der Raum fasst rund 40 Sitzplätze im Hauptbereich; ein separates Private-Dining-Zimmer für zehn Personen kann für kleine Anlässe zugebucht werden. Der Service-Chef ist Michel Buder, der die Küche im Front-of-House übersetzt. Die Kombination aus offener Küche, Panorama-Verglasung und Zwei-Sterne-Niveau macht das Lakeside zu einer der wenigen Adressen in Hamburg, an denen Fine-Dining und Aussicht in einem Zug funktionieren, und zur naheliegenden Erklärung, warum viele Fontenay-Gäste den Aufenthalt bewusst um einen Lakeside-Abend planen.
Für den Alltag im Haus gibt es das Fontenay Restaurant mit regional-internationaler Ausrichtung als Frühstücks- und Tages-Restaurant, die Fontenay Bar im Atrium mit direkter Anbindung an die Terrasse und den zentralen Atrium Lounge-Bereich, in dem am Nachmittag die Kaffeekarte und am Abend das Bar-Programm läuft, Longdrinks, Champagner nach Glas und eine Barkarte mit Fokus auf klassische Cocktails plus norddeutsche Signature-Drinks. Frühstück wird, je nach Buchungsweg, im Fontenay Restaurant serviert; wer über Amex Fine Hotels + Resorts, LHW oder Virtuoso bucht, hat das Frühstück für zwei Personen inklusive; bei Direktbuchungen kommen rund 45 EUR pro Person hinzu.
Fontenay Spa, 1.000 m² auf der sechsten Etage
Die zweite architektonische Signatur des Hauses ist der Fontenay Spa. Er liegt komplett auf der sechsten Etage, direkt unter dem Lakeside, und misst 1.000 Quadratmeter. Herzstück ist ein 20 Meter langer Indoor-Outdoor-Pool: Die Wasserlinie öffnet sich zur Sonnenterrasse und verbindet sich optisch mit der Außenalster. Beim Schwimmen entsteht der Effekt, dass Pool und Alster eine gemeinsame Wasserfläche bilden. Ein Motiv, das im Hamburger Grand-Hotel-Segment sonst nicht existiert.
Neben dem Pool: eine finnische Panorama-Sauna, ein Quarzit-Dampfbad, mehrere Erlebnisduschen, ein Eisbrunnen, Ruhezonen mit Blick über die Innenstadt, ein Fitnessbereich mit Technogym-Ausstattung sowie fünf Behandlungsräume für Massagen, Facials und Signature-Rituale. Die Behandlungslinien wechseln, zum Redaktionsschluss dieses Portraits läuft eine Kooperation mit einer deutschen Cosmeceutical-Marke plus eine Auswahl klassischer französischer Häuser.
Ergänzend gibt es eine separate Private Spa Suite, die für Paar-Behandlungen oder halbtägige private Wellness-Buchungen zubuchbar ist. Wer die Fontenay Suite bucht, bringt eine eigene, in die Suite integrierte Spa-Zone mit Whirlpool, Sauna, Dampfbad und Doppel-Wasserbett mit, die Private Spa Suite auf der Etage darüber ist damit nur für Gäste in anderen Kategorien relevant. Der Wellness-Umfang gehört zu den größten unter deutschen City-Grand-Hotels und ist einer der Hauptgründe, warum das Haus auch für Reisende mit Wellness-Fokus in Frage kommt, nicht nur für Business-Aufenthalte. Wer den Vergleich mit einem reinen Medical-Wellness-Haus sucht, findet ihn im Portrait zum Lanserhof Tegernsee.
Programme und Buchung
The Fontenay ist eines der wenigen Hotels in Deutschland, das in allen drei zentralen Premium-Programmen gelistet ist. Alle drei Programme buchen zum identischen Bestpreis, der Unterschied liegt ausschließlich im Amenity-Paket:
- Amex Fine Hotels + Resorts (nur mit Amex Platinum, Business Platinum oder Centurion). Bringt pro Aufenthalt: Early Check-in ab 12 Uhr, Zimmer-Upgrade nach Verfügbarkeit, Frühstück für zwei, ein Property Credit von mindestens 100 USD, garantierten 16-Uhr-Late-Check-out und WLAN. Der einzige der drei Wege mit garantiertem Late-Check-out. Details im Amex-Platinum-Guide zu Fine Hotels + Resorts.
- Leading Hotels of the World (Leaders-Club-Mitgliedschaft ist kostenlos). Bringt zum identischen Bestpreis wie die Direktbuchung Frühstück für zwei und Zimmer-Upgrade nach Verfügbarkeit, solider Standard, aber ohne Late-Check-out-Garantie. Der schnellste Weg ohne Beraterschnittstelle.
- Virtuoso (über zertifizierte Reiseberater). Ähnlich zum LHW-Standard: Frühstück, Upgrade nach Verfügbarkeit, dazu meist ein Property Credit von rund 100 USD und ein persönlicher Ansprechpartner für die Suite-Kategorien-Wahl im Vorfeld, nützlich bei acht Kategorien.
Für die meisten Reisenden ist der klarste Weg Amex Fine Hotels + Resorts, der garantierte 16-Uhr-Late-Check-out ist bei einer Wochenend-Anreise ein realer Zeitgewinn und in Kombination mit dem Property Credit quantitativ überlegen. Wer keine Amex Platinum hat oder plant, sie zu bekommen, geht über LHW (schnellster Weg, keine Beraterschnittstelle nötig) oder über Virtuoso (langsamer, aber mit direkter Suite-Wahl im Vorfeld). Der Detailvergleich der drei Programme steht im Programm-Vergleich Virtuoso, Amex Fine Hotels + Resorts und Hyatt Privé.
Wer die Suite-Kategorie nicht selbst wählen möchte oder auf einer bestimmten Etage einchecken will, geht statt der Direkt-Buchung über einen Berater. Der Concierge-Weg ist in unserem Concierge-Zugang skizziert, dort läuft die Buchung als kuratierte Reservierung, nicht als Selbstbedienung.
Wer hier gut aufgehoben ist
Passend ist das Fontenay für Städtereisende mit Suite-Anspruch und Alster-Priorität (die Kulisse ist der zentrale Reisegrund), Wellness-Fokussierte in der City-Kategorie (1.000 m² Spa mit Indoor-Outdoor-Pool sind unter deutschen Stadt-Grand-Hotels ohne Vergleich), Fine-Dining-Reisende mit Panorama-Wunsch (Lakeside auf zwei Sternen mit Alster-Blick), Business-Aufenthalte mit Empfangs-Komponente (Alster Suite und Fontenay Suite haben Esstisch für zehn und Küche, die Alster Suite zusätzlich einen Konzertflügel) und Programm-Stack-Reisende (die alle drei großen Programme parallel testen möchten und in einer deutschen Adresse eine Vergleichs-Buchung machen wollen).
Für Familien mit kleinen Kindern ist das Haus zurückhaltend passend, es gibt keine explizite Kids-Infrastruktur wie im Schloss Elmau, aber die 2-Bedroom Park Suite und die zwei großen Alster-Kategorien decken den Familienbedarf ab, wenn das Reiseziel Hamburg-Stadt und nicht Alpen-Kinderprogramm ist. Für Solo-Reisende ist der Deluxe Alster Room die pragmatische Wahl unterhalb der Suite-Ebene.
Was nicht überzeugt
Neubau ohne historische Patina. Das Fontenay ist von 2018, kein umgebautes Palais. Wer die Erwartung an ein Grand-Hotel mit Belle-Époque-Erbe und über Jahrzehnte gewachsener Innenraum-DNA hat, findet die im Fontenay nicht, die architektonische Sprache ist bewusst zeitgenössisch. Für dieses Erlebnis ist das Vier Jahreszeiten an der Binnenalster die passendere Wahl. Ähnliches gilt für den Innenraum-Stil: Wer Marmor, Kronleuchter und dunkles Holz erwartet, findet stattdessen helle Naturstein-Flächen und skandinavisch geprägte Textilien.
Preisniveau im nördlichen Grand-Hotel-Segment am oberen Ende. Classic Rooms starten in der Nebensaison ab knapp unter 500 EUR pro Nacht, Deluxe Alster Rooms und Executive Suites liegen deutlich darüber, die Alster Suite und die Fontenay Suite in der Hauptsaison im vierstelligen Bereich pro Nacht. Für einen Kurz-Wochenend-Aufenthalt in einer Executive Suite rechnet sich das Haus erst über die Programm-Amenities, ohne FHR, LHW oder Virtuoso zahlt man den Direktpreis ohne Frühstück und Upgrade.
Kein Ski-, Berg- oder Meer-Kontext. Das Fontenay ist eine reine City-Grand-Hotel-Adresse an einer Binnenwasser-Kulisse. Wer aus dem DACH-Raum einen Aufenthalt mit Berg-, Meer- oder Ski-Anschluss sucht, ist an anderen Häusern (Elmau, Weissenhaus, Kitzbüheler Alpen) besser aufgehoben. Das gilt auch für Longevity-Fokussierte, der Fontenay Spa ist ein Wellness-Spa, keine medizinische Einrichtung.
Fine-Dining eng auf das Lakeside konzentriert. Anders als Häuser mit mehreren Sterne-Restaurants (Elmau: neun Restaurants im Resort, Vier Jahreszeiten: mehrere Küchen) bündelt das Fontenay das Fine-Dining auf das Lakeside. Wer über einen mehrtägigen Aufenthalt verschiedene Küchen im Haus testen möchte, hat weniger Auswahl, und geht abends häufiger in die Stadt, auf den nahen Pöseldorfer Milchstraßen-Riegel oder in die Fischbrötchen-Klassiker am Hafen. Ein Nachmittag im Atrium reicht dagegen auch ohne Restaurant-Programm.
Alternativen in Hamburg und im deutschen Grand-Hotel-Segment
In Hamburg selbst ist die zentrale Alternative das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten am Neuen Jungfernstieg, ein traditionsreiches Grand-Hotel an der Binnenalster mit anderer DNA (klassisch statt organisch-modern), eigener Presidential Suite und Marriott-Bonvoy-Anbindung über die Luxury Collection. Wer die Binnenalster-Kulisse und ein historisches Haus priorisiert, ist dort besser aufgehoben; wer den offenen Wasserblick, den Wellness-Umfang und das dreifache Programm-Listing sucht, bleibt beim Fontenay.
Wer außerhalb Hamburgs im deutschen Grand-Hotel-Segment sucht, findet parallel gelistete LHW-Häuser im Schloss Elmau in Bayern, mit anderer Positionierung (Kultur- und Wellness-Resort in den Alpen statt City-Grand-Hotel an der Alster), oder das Ritz-Carlton Wolfsburg in der Autostadt mit Marriott-STARS-Anbindung. Für den reinen Wellness-Aufenthalt ohne Grand-Hotel-Komponente lohnt der Blick auf den Lanserhof Tegernsee.
Häufige Fragen
Welche Suiten gibt es im The Fontenay Hamburg?
Das Fontenay unterscheidet acht Suiten-Kategorien: Executive Suite (rund 65 m²), Europa Suite (72 m² mit schiffsinspiriertem Design), Premier Suite (75 m² mit Parkett), Senator Suite (85 m² auf der 4. Etage), Panorama Suite (95 m² auf der 4. und 5. Etage), 2-Bedroom Park Suite (120 m² auf der 2. Etage), Alster Suite (180 m² auf der 4. Etage mit Konzertflügel und Küche) und Fontenay Suite (200 m² auf der 5. Etage) als größte Kategorie. Darunter liegen Classic Room, Deluxe Room, Premier Room und Deluxe Alster Room als reine Zimmerkategorien.
Wie viele Michelin-Sterne hat das Restaurant im The Fontenay?
Das Lakeside auf der siebten Etage führt aktuell zwei Michelin-Sterne. Den ersten Stern holte Chef Julian Stowasser im März 2021, den zweiten im April 2023, beide unter seiner Führung. Serviert wird ein sieben-Gang-Set-Menü an rund 40 Sitzplätzen im Hauptraum plus separatem Private-Dining-Raum für zehn Personen. Der Service-Chef ist Michel Buder. Die Panorama-Verglasung öffnet den Raum zur Außenalster und über die Innenstadt.
Ist The Fontenay in Amex Fine Hotels + Resorts gelistet?
Ja. Für Inhaber der Amex Platinum, Business Platinum oder Centurion bringt eine FHR-Buchung pro Aufenthalt Frühstück für zwei, Zimmer-Upgrade nach Verfügbarkeit, ein Property Credit von mindestens 100 USD, Early Check-in ab 12 Uhr und den garantierten 16-Uhr-Late-Check-out. Details im Amex-Platinum-FHR-Guide.
Wie groß ist der Spa im The Fontenay Hamburg?
Der Fontenay Spa umfasst 1.000 m² auf der sechsten Etage, mit einem 20 Meter langen Indoor-Outdoor-Pool, dessen Wasserlinie sich optisch mit der Alster verbindet, finnischer Panorama-Sauna, Quarzit-Dampfbad, Sonnenterrasse, Fitnessbereich, fünf Behandlungsräumen und einer separaten Private Spa Suite für Paar-Behandlungen. Der Wellness-Umfang gehört zu den größten unter deutschen City-Grand-Hotels.
Wer hat The Fontenay Hamburg gebaut und wann wurde es eröffnet?
Bauherr und Eigentümer ist Klaus-Michael Kühne. Die organische Architektur mit drei sich überlappenden Kreisen stammt von Jan Störmer, der Standort ist das ehemalige InterContinental-Grundstück am südwestlichen Ufer der Außenalster. Grundsteinlegung war am 14. August 2014, die offizielle Eröffnung am 19. März 2018. Das Haus ist als 5-Sterne-Superior klassifiziert und Mitglied der Leading Hotels of the World.
Was kostet das Parken im The Fontenay?
Das Haus hat eine eigene Tiefgarage. Die Übernachtungspauschale liegt bei rund 35 EUR pro Fahrzeug und Tag. Ein Valet-Service übernimmt die Fahrzeuge an der Vorfahrt am Fontenay 10. Alternativ gibt es kostenpflichtige Straßenparkplätze am Mittelweg und im nahen Rotherbaum. Für Anreisende mit dem eigenen Auto ist der Zugang über die Kennedybrücke am unkompliziertesten.
Wie ist das Frühstück im The Fontenay?
Das Frühstück wird im Fontenay Restaurant im Erdgeschoss serviert. Das Konzept ist ein umfangreiches Buffet aus Käse, Wurst, Fisch, Joghurt, frischen Früchten, Brotkorb, warmen À-la-carte-Gerichten und frisch gepressten Säften. Wer über Amex Fine Hotels + Resorts, LHW oder Virtuoso bucht, hat das Frühstück für zwei Personen inklusive. Bei Direktbuchungen kommen rund 45 EUR pro Person hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen einem Deluxe Alster Room und einer Executive Suite?
Der Deluxe Alster Room ist mit 43 m² eine Zimmer-Kategorie ohne getrennten Wohnbereich, aber mit direktem Alster-Blick, 5 m² Balkon und Parkettboden auf der 4. oder 5. Etage. Die Executive Suite mit rund 65 m² hat einen separaten Wohn- und Schlafbereich, Esstisch für vier, begehbaren Kleiderschrank und einen Balkon zur Rotherbaum-Seite, nicht zur Alster. Wer Alster-Blick priorisiert, nimmt den Deluxe Alster Room. Wer die getrennten Zonen braucht, geht in die Executive Suite oder direkt in die Panorama Suite.
Was ist der Unterschied zum Vier Jahreszeiten Hamburg?
Das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten liegt an der Binnenalster am Neuen Jungfernstieg, ist ein traditionsreiches Grand-Hotel und Teil der Marriott Luxury Collection, dort greifen Bonvoy-Punkte und Marriott STARS. Das Fontenay liegt an der Außenalster, ist ein Neubau von 2018 mit organischer Architektur und in LHW, Amex FHR und Virtuoso gelistet. Wer die klassische Grand-Hotel-DNA und Bonvoy-Anschluss will, geht ins Vier Jahreszeiten; wer den offenen Wasserblick, den Wellness-Umfang und das dreifache Programm-Listing sucht, bleibt beim Fontenay.
Quellen
- The Fontenay, Hauptseite (Lage, Positionierung, Alster-Bezug) · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Rooms & Suites Übersicht · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Fontenay Suite 200 m² (Suite-Detail) · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Alster Suite 180 m² (Suite-Detail) · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Deluxe Alster Room 43 m² · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Lakeside (2 Michelin-Sterne, Julian Stowasser, 7. Etage) · geprüft 13. Juli 2026
- MICHELIN Guide, Lakeside Hamburg (zwei Sterne) · geprüft 13. Juli 2026
- Hotelier.de, Julian Stowasser holt zweiten Stern für das Lakeside · geprüft 13. Juli 2026
- The Fontenay, Spa (1.000 m², 20 m Indoor-Outdoor-Pool, sechste Etage) · geprüft 13. Juli 2026
- American Express Fine Hotels + Resorts, The Fontenay Hamburg · geprüft 13. Juli 2026
- Virtuoso, The Fontenay Hamburg (Preferred Partner) · geprüft 13. Juli 2026
- Leading Hotels of the World, The Fontenay Hamburg · geprüft 13. Juli 2026
- Wikipedia, The Fontenay (Architektur, Bauherr, Timeline) · geprüft 13. Juli 2026