
Gastgeber-Portrait · München
Roland Dürr
Managing Director, Rosewood München
Am Haus seit 4 Jahren
Roland Dürr führt das Rosewood München seit der Vor-Opening-Phase 2022. Der gebürtige Deutsche kam aus dem Rosewood Abu Dhabi, wo er von 2016 bis 2022 Managing Director war, und hatte davor Stationen im The Carlyle in New York, Burj Al Arab, Jumeirah Beach Hotel und Four Seasons Berlin. Mit dem Rosewood München leitet er das erste Haus der Ultra-Luxury-Marke in Deutschland und die Rückkehr in seine Heimat nach über zwei Jahrzehnten im Ausland.
Es gibt in der Grand-Hotellerie zwei Karriere-Bögen, die für ein deutsches Haus dieser Preisklasse in Frage kommen. Der eine ist der gewachsene Manager aus der lokalen Grand-Hotel-Tradition, oft mit Stationen im Bayerischen Hof, im Adlon oder im Vier Jahreszeiten. Der andere ist der international rotierende Marken-Manager mit einer klaren Zugehörigkeit zu einem der grossen Luxushotel-Konzerne. Roland Dürr gehört klar in die zweite Kategorie, mit einer bewussten Rückkehr-Bewegung nach Deutschland als narrativer Klammer.
Über zehn Jahre bei Rosewood
Roland Dürr ist seit über einem Jahrzehnt Teil des Rosewood-Netzwerks. Seine Rosewood-Karriere begann als Hotel Manager im The Carlyle, A Rosewood Hotel in New York, einer der ikonischen Adressen an der Upper East Side. Von 2016 bis 2022 war er dann Managing Director im Rosewood Abu Dhabi auf Al Maryah Island, dem urbanen Rosewood-Anker in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In dieser Zeit prägte er die operative Positionierung eines Hauses, das im engen Grand-Hotel-Wettbewerb Abu Dhabis eine eigene, ruhigere Handschrift trug.
2022 wechselte er in die Vor-Opening-Phase des Rosewood München, als erster Managing Director der neuen Adresse. Für Rosewood war die Personalentscheidung ein Signal der Kontinuität: statt einen externen Manager einzukaufen, wurde ein markeninterner Kandidat eingesetzt, der die Rosewood-Grammatik vom Carlyle bis Abu Dhabi kannte und der zugleich deutschsprachig operieren konnte.
Der Weg dahin: Food and Beverage in Dubai, Berlin, New York
Vor Rosewood hatte Roland Dürr eine Food-und-Beverage-Karriere in vier der prominentesten Häuser der 2000er-Jahre-Grand-Hotellerie:
- Jumeirah Beach Hotel in Dubai (Zeit des Dubai-Grand-Hotel-Booms)
- Four Seasons Hotel Berlin (heute unter der Regent-Flagge)
- Burj Al Arab in Dubai (Signature-Adresse der Jumeirah-Gruppe)
- Jumeirah Essex House in New York (klassisches New-York-Grand-Hotel am Central Park)
Die Dichte dieser Stationen ist bemerkenswert. Wer im Burj Al Arab und im Four Seasons Berlin (zu dessen Blütezeit) gearbeitet hat, kennt zwei sehr unterschiedliche Grand-Hotel-Schulen: die ostentative Luxus-Grammatik der Golfregion und die reduzierte, klassisch-europäische Handschrift eines Deutschland-Four-Seasons in seiner besten Zeit. Der Wechsel ins Rosewood-Netzwerk verband beide Erfahrungen mit dem Sense-of-Place-Ansatz, der die Rosewood-Marken-Signatur trägt.
Die Rückkehr nach Deutschland
Der Umzug nach München war für Roland Dürr auch ein persönlicher: als gebürtiger Deutscher kehrte er nach über zwei Jahrzehnten Auslandsstationen in seine Heimat zurück. Für Rosewood war es die Möglichkeit, das erste Haus der Ultra-Luxury-Marke in Deutschland mit einem Manager zu besetzen, der sowohl die Marken-Kultur trägt als auch die deutschsprachige Gäste-Kommunikation und den lokalen Bezug ohne Übersetzungsverlust versteht.
Diese Doppel-Rolle prägt die Positionierung des Hauses in München bis heute. Das Rosewood München ist nicht als internationales Rosewood-Haus mit deutschem Standort positioniert, sondern als bewusst münchnerisches Grand-Hotel unter Rosewood-Flagge, mit dem Sengerschloss-Nachbar-Palais Neuhaus-Preysing als Grand-Adresse und dem Bezug zur bayerischen Wittelsbacher-Erzählung in den vier Houses.
Die Führungs-Vision: „Place-to-Be" für München
Die offizielle Positionierung, die Roland Dürr für das Haus formuliert, ist bewusst breit angesetzt. Das Rosewood München soll ein fester Bestandteil der bayerischen Landeshauptstadt werden, ein „Place-to-Be" für Münchnerinnen und Münchner sowie für Gäste von aussen. In der Praxis heisst das: das Haus versteht sich nicht nur als Hotelmarke für internationale Reisende, sondern auch als lokale Restaurant-, Bar- und Spa-Adresse. Die Brasserie Cuvilliés, die Bar Montez mit täglichem Live-Jazz, der Palaishof und das Asaya Spa sind konsequent auch für externe Gäste ausgerichtet.
Für die Bewertung der operativen Handschrift ist die Konstanz der Führung ein wichtiges Signal. Roland Dürr steht seit der Vor-Opening-Phase 2022 durchgängig an der Spitze des Hauses. Das ist in der Ultra-Luxury-Kategorie, in der Managing-Director-Wechsel oft im Zwei-Jahres-Takt passieren, eine bewusste Ausnahme.
Arabella Hospitality und der Schörghuber-Kontext
Wichtig für den strukturellen Kontext: das Rosewood München läuft nicht als Rosewood-Eigenbetrieb, sondern über die Arabella Hospitality SE, die Führungsgesellschaft für den Hotel-Unternehmensbereich der Schörghuber Gruppe. Arabella führt 17 Häuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auf Mallorca, davon zwölf im Eigentum der Schörghuber Gruppe. Rosewood München ist das erste Haus der Ultra-Luxury-Marke Rosewood in Deutschland, gefolgt im Frühjahr 2024 vom Rosewood Schloss Fuschl im Salzburger Land.
Für Roland Dürr bedeutet diese Struktur eine Doppel-Berichtslinie: einerseits zu Rosewood Hotels und Resorts als Marken-Zentrale, andererseits zu Arabella Hospitality als Betreiber-Gesellschaft. Die Kombination erklärt auch, warum das Haus in der Vermarktung neben der Rosewood-Marken-Sprache eine bewusst deutsch-verankerte Adress-Erzählung führt.
Was das für Reisende bedeutet
Für DACH-Reisende, die die Grand-Hotel-Landkarte Münchens im Vergleich betrachten, ist die Managing-Direction ein wichtiger Bewertungsfaktor jenseits der Architektur und der Suite-Kategorien. Der Kontrast ist deutlich: das Rosewood München unter Roland Dürr führt eine markeninterne Kontinuität, das benachbarte Bayerische Hof München unter Innegrit Volkhardt eine fünf Generationen lange Familientradition, das Mandarin Oriental München den asiatisch geprägten MO-Marken-Standard. Jede der drei Grand-Adressen in der Münchner Altstadt trägt eine eigene Führungs-Handschrift, die den Service-Ton des Hauses bis in die einzelne Suite-Buchung prägt.
Fotos: Presskit Rosewood München (Portrait Roland Dürr, offizielles Bio-Material via Melchior Kommunikations GmbH)
Die Häuser
Quellen
- Rosewood München, Bio Managing Director Roland Dürr (Pressemitteilung 2024, via Melchior) · geprüft 3. August 2026
- Rosewood München, Evergreen-Pressemitteilung April 2025 (Konzern-Struktur, Suite-Kontext) · geprüft 3. August 2026
- Rosewood Munich, offizielle Homepage · geprüft 3. August 2026
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